Seit April 2026 bringt Apple Business eine eigene Geräteverwaltung mit. Gratis. Damit steht eine Frage im Raum, die wir Dir ehrlich beantworten: Wenn Apple das jetzt selber kann, wozu brauchst Du dann noch jemanden wie uns?
In 30 Sekunden
- Was ist Apple Business? Apples Plattform für Firmengeräte. Sie sagt, wem ein Gerät gehört. Seit April 2026 kann sie auch Regeln darauf setzen.
- Was ist MDM? Die Abkürzung für Geräteverwaltung. Sie bestimmt, was auf dem Gerät passiert: Verschlüsselung, Bildschirmsperre, Programme, Updates.
- Der Unterschied heute: Apple Business setzt Regeln. Es beweist nicht, dass sie greifen.
- Für wen das zählt: Für jeden Betrieb, der belegen muss, wie er Daten schützt. Also für Praxen, Kanzleien und Treuhandbüros.
Apple Business ist das Grundbuch für Deine Geräte
Der einfachste Vergleich: Apple Business ist das Grundbuch. Dort steht, wem ein Gerät gehört und wohin es beim Einschalten gehört. Es verteilt Geräte und Lizenzen und stellt geschäftliche Apple-Konten aus.
Entscheidend ist der Kaufkanal. Nur Geräte von einem bei Apple registrierten Händler landen automatisch in Deinem Grundbuch. Ein Gerät aus dem Elektronikmarkt muss von Hand hinein.
Die Plattform hiess bis April 2026 Apple Business Manager. Apple hat sie damals mit zwei weiteren Diensten zusammengelegt.
Was Apple Business heute selber kann
Diesen Teil haben viele noch nicht mitbekommen. Wir fangen absichtlich damit an. Laut Apples eigener Dokumentation stellt die eingebaute Verwaltung unter anderem ein:
- FileVault, also die Festplattenverschlüsselung
- Passwort und Bildschirmsperre
- Softwareupdate, also welche Systemversion wann darf
- Gatekeeper, WLAN, VPN, Zertifikate, Web-Filter und App-Zugriff
- Eigene Konfigurationen
Das sind keine Nebensachen. Diese Einstellungen werden in einer Datenschutzprüfung als Erstes abgefragt. Wer heute behauptet, Apple Business könne keine Sicherheitsregeln setzen, ist nicht auf dem Stand von 2026.
Dazu kommt die Einrichtung neuer Geräte. Ein Gerät auspacken, einschalten, fertig. Es holt sich Einstellungen und Programme selbst. Wie das im Alltag aussieht, steht in Mac einrichten im Betrieb.
Was MDM eigentlich heisst
MDM steht für Mobile Device Management, auf Deutsch Geräteverwaltung. Wenn Apple Business das Grundbuch ist, dann ist MDM die Hausordnung und der Hauswart. Es setzt die Regeln durch. Es schaut nach, ob sie eingehalten werden. Und es greift ein, wenn etwas klemmt.
Apple Business bringt eine solche Verwaltung jetzt selbst mit. Man kann stattdessen auch eine externe anbinden. In Apple Business stehen beide Wege nebeneinander. Apple gibt dort keine Empfehlung ab.
Was ein verwalteter Arbeitsplatz im Alltag bedeutet, haben wir hier beschrieben: Verwalteter Apple-Arbeitsplatz.
Wir haben in unserem eigenen Apple Business nachgesehen
Statt eine Broschüre zu lesen, haben wir unser eigenes Apple Business geöffnet. Drei Dinge geprüft, drei Ergebnisse.
1. Es gibt keinen Nachweis für Deine Geräte
Im Gerätebestand lässt sich filtern: nach Verwaltungsdienst, Durchsetzungsfrist, Quelle, Bestellnummer, Gerätetyp und Speichergrösse. Einen Knopf zum Herunterladen oder Ausgeben gibt es nicht.
Es gibt ein Aktivitätszentrum. Das protokolliert aber nur, was Administratoren im Portal getan haben. Ob FileVault auf Deinen vierzig Macs tatsächlich aktiv ist, steht dort nicht. Die einzigen Berichte im ganzen Portal betreffen Standorte und das Firmenprofil.
Darum geht es in diesem Beitrag: Apple Business kann Verschlüsselung anordnen. Es kann Dir nicht ausgeben, dass sie überall greift.
2. Programme nur aus dem App Store
Der Bereich Apps und Bücher dient dem Einkauf von App-Store-Programmen in Mengen. Für Programme von ausserhalb haben wir keinen Weg gefunden. Im Betrieb sind aber genau diese die wichtigen: Branchensoftware, Browser, Werkzeuge für die Buchhaltung.
Wer die aktuell halten will, braucht etwas, das das übernimmt. Sonst macht es jemand von Hand, Gerät für Gerät.
3. Auf das Gerät schauen kann es nicht
Apple Business konfiguriert aus der Ferne. Es merkt nicht, wenn eine Festplatte vollläuft. Es meldet keinen Angriff. Und es lässt niemanden aus der Ferne nachsehen, wenn ein Mitarbeiter anruft.
Warum das für Praxen, Kanzleien und Treuhänder entscheidet
Ein Grundbucheintrag sagt, wem das Haus gehört. Er sagt nicht, ob die Tür abgeschlossen ist.
Das revidierte Datenschutzgesetz verlangt angemessene Sicherheit für die Daten, die Du bearbeitest. Im Ernstfall wird nicht gefragt, ob Du etwas eingestellt hast. Gefragt wird, ob Du es zeigen kannst.
Eine Einstellung, die niemand belegen kann, ist im Streitfall keine Einstellung. Was das für Apple-Betriebe konkret heisst, steht in revDSG im Apple-Betrieb umsetzen.
Wann Apple Business allein genügt
Damit wir uns nicht missverstehen: Für manche Betriebe reicht Apple Business allein völlig.
- Drei bis fünf Geräte, alle im gleichen Büro
- Keine besonders schützenswerten Personendaten
- Keine Nachweispflicht gegenüber Dritten
- Alle Programme kommen aus dem App Store
- Jemand im Haus, der sich damit beschäftigen mag
Trifft das auf Dich zu, dann richte Apple Business ein und gut ist. Es kostet nichts, es ist von Apple und es ist deutlich besser als jedes Gerät einzeln von Hand. Wir würden Dir dafür nichts verkaufen wollen.
Die Rechnung dreht sich, sobald einer dieser Punkte kippt. Meist ist es der Nachweis.
Fazit: Regeln setzen ist nicht Regeln beweisen
Apple Business ist ein gutes Fundament. Seit April 2026 ist es deutlich mehr als vorher. Es setzt Regeln, es richtet Geräte ein und es kostet nichts.
Was es nicht tut: belegen, dass die Regeln greifen. Programme aktuell halten, die nicht aus dem App Store kommen. Auf das Gerät schauen, wenn etwas klemmt.
Diese drei Dinge nehmen wir Dir ab. Ab dem 1. Oktober 2026 heisst das bei uns Landtwing Managed Workplace und ist unser Standard. Nicht weil Apple Business schlecht wäre, sondern weil ein Betrieb mit Auflagen dort anfängt, wo Apple Business aufhört.
Könntest Du heute belegen, dass alle Deine Macs verschlüsselt sind?
Wenn die Antwort wahrscheinlich schon lautet, dann reden wir darüber. Kostenloses Erstgespräch anfragen.
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Häufige Fragen zu Apple Business und MDM
Gibt es den Apple Business Manager noch?
Nein. Apple hat Apple Business Manager, Apple Business Essentials und Apple Business Connect im April 2026 zur Plattform Apple Business zusammengefasst. Bestehende Daten sind automatisch mitgewandert.
Kostet Apple Business etwas?
Die Plattform selbst nicht. Die frühere Verwaltung als Apple Business Essentials war kostenpflichtig. Die eingebaute Verwaltung in Apple Business ist es nicht. Einzelne Zusatzdienste können kosten.
Brauchen wir dann überhaupt noch ein eigenes MDM?
Das hängt an einer Frage: Musst Du belegen können, wie Deine Geräte geschützt sind? Wenn ja, brauchst Du etwas, das Nachweise ausgibt. Wenn nein, kommst Du mit der eingebauten Verwaltung weit.
Können wir später wechseln?
Ja. In Apple Business stehen eingebaute und externe Verwaltung nebeneinander. Geräte lassen sich zuweisen. Ein Wechsel ist Arbeit, aber keine Einbahnstrasse.
Woher kommen die Angaben in diesem Beitrag?
Die Funktionen aus Apples eigener Dokumentation zu Apple Business. Die drei geprüften Punkte aus unserem eigenen Apple Business, angesehen im September 2026. In einem anders eingerichteten Konto kann das abweichen.





